Die Geschichte der Goitzsche  Der Name “Goitzsche” stammt aus der sorbischen Sprache und bedeutet “Gottes Aue”, wie das große Waldgebiet genannt wurde, das sich vor dem Eingriff des Menschen an der Stelle des heutigen Goitzschesees befand. Das Naherholungsgebiet Goitzsche ist ein ehemaliger Tagebau in Sachsen-Anhalt zwischen Bitterfeld und Delitzsch an der sächsischen Grenze. 1949 begann dort der Abbau von Braunkohle, der etwa 40 Jahre lang andauerte. In diesem Zeitraum wurden ca. 508 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert. Im Raum Bitterfeld entdeckte man ebenfalls Bernstein, der ab 1976 abgebaut wurde. Nach der Wende wurde 1991 der Tagebau stillgelegt und die Sanierungsarbeiten des ungefähr 60 Km² großen Gebiets begannen. Im Mai 1999 wurde mit der Flutung der Goitzsche begonnen, im Jahr 2000 wurden Pegelturm und Seebrücke eröffnet. Die Flutung durch das Muldewasser sollte eigentlich bis zu 10 Jahre dauern, doch das Hochwasser im August 2002, bei dem in der Nähe von Pouch ein Damm durchbrach, füllte die Goitzsche innerhalb von wenigen Tagen komplett mit Wasser und hinterließ gleichzeitig erhebliche Schäden. Nur mit der Hilfe vieler Freiwilligen konnte die Überflutung der Stadt Bitterfeld verhindert werden. Heute ist die Goitzsche ein großes Naherholungsgebiet mit verschiedenen Cafés und Restaurants, dem schwimmenden Pegelturm, Badestränden und natürlich einer Marina. 2006 wurde der Bitterfelder Bogen eingeweiht, von dem aus man Bitterfeld und den Goitzschesee überblicken kann.  Halbinsel Pouch  Bitterfelder Bogen        Pegeltum           Marina       Flutung d. Goitzsche Mehr Fotos der Region finden Sie in der Galerie